Fotografieren für Blogger – Ein Einblick ins Buch

Fotografieren für Blogger

Ich liebe es Geburtstag zu haben! Nicht wegen der Geschenke, obwohl das in diesem Fall wohl den Tag noch einmal auf eine ganz andere Stufe katapultiert hat. Nein. Ich liebe Geburtstage, weil immer die Sonne scheint. Weil ich den Tag mit meinen Lieben verbringen kann. Weil ich ein Jahr älter und erwachsener werde und es einfach mein Tag ist.

So auch im Sommer vor zwei Jahren. Mein Achtzehnter Geburtstag stand vor der Tür. Nur noch ein Mal schlafen und dann war es so weit. Und wie in jedem Jahr wachte ich sehr früh auf und wurde eigentlich bereits im Bett damit überrascht. Das erste Geschenk. Nichtsahnend riss ich ohne Hemmungen das hübsche Geschenkpapier ab. Ich konnte es nicht fassen. Was ich nun in meinen Händen hielt, erfüllte mir einen lang ersehnten Wunsche. Von meinen Gefühlen überwältigt, saß ich auf meiner Bettkante und starrte auf den Karton einer nagelneuen EOS 700D – Spiegelreflexkamera. Ich glaube, diesen Tag werde ich nie vergessen!

Nun ist dies schon eine Weile her und ich hatte die Möglichkeit meine Kamera zu erforschen. Ihre Einstellungen kennen zu lernen. Alle Modi durchzuspielen und mehrere tausend Fotos zu machen. Ich habe bemerkt, welche Art von Fotos ich mag, welches Themengebiet mir besonders liegt oder zumindest am meisten Spaß macht und umgekehrt, welches ich absolut nicht kann. Ich habe eigene Blickwinkel finden können, Videos produziert und andere Menschen auf meinen Reisen mitgenommen. Doch Profi bin ich in der ganzen Zeit nicht geworden. Und auch die richtigen Einstellungen für bestimmte Lichtsituationen zu finden, fällt mir teilweise noch schwer. Daher habe ich mich ganz besonders gefreut, als ich dieses Buch bekommen habe:

‚Fotografieren für Blogger – So machst du Fotos mit Klickfaktor!‘


Ich möchte euch heute davon berichten, wie mir dieses Buch gefallen hat, ob ich nun schlauer bin, was den Umgang mit meiner Kamera angeht und die Frage klären, ob es tatsächlich nur etwas für Blogger ist.
Buchreview

Darum geht es:

„Du willst Fotos machen, die in der Bilderflut im Netz positiv auffallen? In diesem Buch erfährst du, wie du dich und die Themen, die dir am Herzen liegen, im besten Licht präsentierst! Hier lernst du die Techniken, die hinter richtig guten Bildern stecken. Und natürlich Tricks und Kniffe, um dir die Arbeit zu erleichtern. So machst du im Handumdrehen Fotos, die deine Follower begeistern!“

Zunächst: Das Buch wurde von Katharina Dielenhein, einer Fotomedienlaborantin, Journalistin und Bloggerin geschrieben. Man kann also schon davon ausgehen, dass sie sich mit der Fotografie und die dazugehörigen Kameras gut auskennt. Das von ihr geschriebene und gestaltete Buch ‚Fotografieren für Blogger‘ ist in zwei große Themenblöcke aufgeteilt:

  • Was macht ein gutes Foto aus? Was will ich ausdrücken und wie setze ich es kameratechnisch um? – In diesem Teil beschreibt sie erst einmal die verschiedenen Kameratypen, welche Vor- und Nachteile sie mitbringen und für wen das jeweilige Modell geeignet ist. Anschließend erläutert sie sehr genau einzelne Einstellungsmöglichkeiten wie Blende, Verschlusszeit, ISO-Wert und Belichtung. Während sie dann die Fotogestaltung an sich eingeht, d.h. Bildformat, Perspektive und weitere Gestaltungsmittel.
  • Der zweite Teil ist dann themenspezifisch für Blogger aufgebaut, d.h. in sechs verschiedenen Kategorien u.a. Food, Fashion, Reisen, Lifestyle und DIY hebt sie hervor, was ein Blogger dieses Themenfelds ihrer Meinung nach benötigt, welche Einstellungen und Perspektiven zu wählen sind und gibt spezifische Tipps anhand anschaulicher Fotobeispiele und Grafiken.

Buchreview

Meine Meinung zu ‚Fotografieren für Blogger‘:

Ich hatte zunächst keine Ahnung, was mich erwarten würde. Immerhin ist das Buch noch nicht so lange auf dem Markt, dass man hätte Rezensionen wälzen können. Umso mehr war ich überrascht, als ich sah wie intensiv der erste Teil auf die einzelnen Einstellungen der Kamera eingeht. Dies bot mir die Möglichkeit mich auch nochmal intensiver mit meiner eigenen Kamera auseinanderzusetzen und einzelne Funktionsweisen aufzuarbeiten, die ich bisher eher stiefmütterlicher behandelt hatte. Besonders schön finde ich, dass Katharina alles anhand von Fotobeispielen präsentiert und so die Unterschiede der Einstellungen nochmal unterstreicht.

Nachdem der erste Themenblock einige neue Welten für mich eröffnete, war ich vom zweiten Themenblock etwas enttäuscht. Nicht etwa, weil er schlecht gestaltet, ausgearbeitet oder geschrieben war, sondern vielmehr, weil mich nur einzelne Teile interessierten und ich diese auch intensiver gelesen und ausprobiert habe. Natürlich trägt das Buch die Überschrift „Fotografieren für Blogger“ und natürlich gibt es in der großen weiten Welt des Internets zahlreiche Blogs  zu allen erdenklichen Themen, die sie mit einbinden wollte. Ich selbst hätte mir aber gewünscht,  sich eher auf drei große Themen zu konzentriert und diese tiefer zu erarbeiten, als nun sechs eher weniger intensive. Nichts desto trotz hat es mir sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, gerade weil man immer gleich mit der Kamera daneben sitzen und das Gelesene umsetzen bzw. anwenden konnte. Auch die Fotobeispiele haben das ganze Buch und die Thematik schön unterstrichen und gezeigt, dass es doch einen großen Unterschied macht, ob man Fotos mit oder ohne Einstellungs- und Gestaltungskenntnissen macht.

Als kleiner Kritikpunkt, der lediglich den Untertitel und nicht den Inhalt bzw. die Gestaltung anspricht: Der Untertitel „So machst du Fotos mit Klickfaktor!“ ist mir erst beim Schreiben dieses Bucheinblicks besonders aufgefallen. Dabei muss ich sagen, dass er mir unpassend erscheint. Fotos bzw. die Fotografie ist eine eigene Art von Kunst und wie wir alle wissen somit auch immer subjektiv und liegt im Auge des Betrachters. Ich finde es schade, dass es eine derart pauschalisierende Aussage hat. Möchte aber dieses schöne Exemplar aber auch nur wegen des Titels nicht schlecht reden.

Das Buch ‚Fotografieren für Blogger‘ ist insgesamt wohl für jeden etwas. Blogger zu sein ist keine Pflicht. Besonders Kameraneulinge kommen auf ihre Kosten. Ich kann es dahingehend also nur empfehlen. Ob es nun Bloggern bei ihrer Arbeit weiterhilft, mag ich zu bezweifeln. Als Inspirationsquelle ist es schön, würde mir persönlich für den Preis aber zu teuer sein.

Ich bin aber froh es zu haben, bedanke mich beim Rheinwerk Verlag für die Buchsendung und werde immer wieder gerne darauf zurückgreifen, wenn ich Fragen zu meiner Kamera habe.

Fotografieren für Blogger

Und zum Schluss: Alle Infos die noch wichtig sein könnten. Schaut doch gerne auch bei Amazon oder auf der Verlagsseite vorbei.

Kurzüberblick:

Titel: Fotografieren für Blogger
Verlag: Rheinwerk
Erschienen: 28. November 2016
Seiten: 271
Preis: 29,90€
ISBN: 978-3-8362-4226-4

In freundlicher Kooperation mit dem Rheinwerk Verlag

1 Kommentar

  1. […] Kalligraphieren oder versuch dich in der Fotografie (Ein wirklich schönes Hobby, welches du durch zahlreiche Bücher gut erklärt bekommst und dir einfach mehr bietet als ein tausendstes ödes Selfie auf deinem […]

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